Erfolgreiche Übergabe: Sportminister Helmut Holter (links) und Dr. Hartmut Schubert übergeben die ARENA am Rennsteig symbolisch an die Thüringer Biathleten Vanessa Voigt und Philipp Horn. Foto: Kevin Voigt
Erfolgreiche Übergabe: Sportminister Helmut Holter (links) und Dr. Hartmut Schubert übergeben die ARENA am Rennsteig symbolisch an die Thüringer Biathleten Vanessa Voigt und Philipp Horn. Foto: Kevin Voigt

Nach drei Jahren Bauzeit: ARENA besteht Wettkampftaufe

Es ist vollbracht: Nach drei Jahren Bauzeit wurde die LOTTO Thüringen ARENA am Rennsteig am ersten September-Wochenende nun offiziell wieder ihrer sportlichen Nutzung übergeben. Zwar stehen noch Restarbeiten vor den mit Spannung erwarteten Biathlon-Weltmeisterschaften (8. - 19. Februar 2023) an - dennoch konnte sich das sportliche Comeback des Oberhofer "Hexenkessels" mehr als sehen lassen.

Oberhof - Im Rahmen der Deutschen Meisterschaften im Biathlon wurde - nach drei Jahren Modernisierung - die LOTTO Thüringen ARENA am Rennsteig erfolgreich ihrer sportlichen Nutzung übergeben. Thüringen Sportminister Helmut Holter sowie Sportstättenchef Dr. Hartmut Schubert übergaben dabei die obligatorischen Schlüssel an Thüringens Biathleten Vanessa Voigt (WSV Rotterode) sowie Philipp Horn (SV Frankenhain), der sich zudem zwei von drei Deutschen Meistertiteln sichern konnte. 

Bis zu den Weltmeisterschaften stehen in der modernisierten Sportstätte noch diverse Restarbeiten an. Die Umsetzung der Baumaßnahmen konnte - trotz pandemiebedingter Rückschläge und Engpässe - jedoch planmäßig vorangetrieben und umgesetzt werden. (rk)


MASSNAHMEN AUF EINEN BLICK (09/2019 - 09/2022):
 
  • Erweiterung des festen Tribünentraktes, einschließlich notwendiger Infrastruktur
    • Angleichung der einzelnen Tribünen-Areale
    • Erweiterung der Stadion-Kapazität von 12.000 auf 16.500 Plätze
      • die Gesamtkapazität erhöht sich somit auf 27.500 Zuschauer*innen
    • Installation von Wellenbrechern (Haupttribüne) sowie entsprechender Entfluchtungswege
       
  • Erstellung und Inbetriebnahme neuer Gebäudetrakte
    • Sportwissenschaftliches Gebäude G3
    • Schießstandgebäude G5
    • Technikgebäude G6 inklusive fester Tribüne (2.000 Sitzplätze)
    • ersetzt den ehemaligen Standort der „Mobilen Tribüne“
       
  • Erweiterung des Tunneltraktes
    • Neubau des Athletentunnels
    • Zusammenschluss mit bestehender Unterführung, die nunmehr als Versorgungs- und Techniktrasse fungiert
       
  • Umbau und Erweiterung des Streckennetzes einschließlich Infrastruktur
    • Fertigstellung des neuen und abgestimmten Strecklayouts
    • Rundenformate: 1 km | 1,5 km | 2,5 km | 3,0 km | 3,3 km | 4,0 km
      • zudem wurden zehn unterschiedliche Rollerstrecken-Formate geschaffen (Sommernutzung)​​​​​​
    • Errichtung von kreuzungsfreien Bewirtschaftungs-, Rettungs- und Zuschauerwegen
    • Installation von vier Unterführungen (höchster Punkt „Birxsteig“, Übergang FIS-Schneise sowie zwei Einbringungen im Streckensegment „Sägespäne-Runde“)
    • Fertigstellung und Inbetriebnahme des Schneedepot „Kulle-Kurve“
    • Gesamtdistanz der verlegten Leitungssystematik beträgt knapp 85 Kilometer
      • darin enthalten: ELT, Beschallung, Beschneiungsleitung, Steuerungs- und Beleuchtungskabel
         
  • Pumpenstation | Beschneiung
    • Neubau im Übergang zwischen Stadion und Sägespäne-Runde
    • Erfolgreiche Inbetriebnahme der Pumpenanlage PS 300
    • Anpassung und Installation neuer Beschneiungsleitung
    • 64 Elektranten erlauben streckennahe Beschneiung via mobiler Schneeerzeuger (TechnoAlpin)
       
  • Regenrückhaltebecken (Trinkwasserschutz)
    • Einbau eines Regenrückhaltebeckens zum Schutz von Natur und Trinkwasser
      • die Anlage beinhaltet ein nachgeschaltetes Abscheidersystem, um Schadstoffe zu entfiltern; ein gedrosseltes Abgabesystem sorgt darüber hinaus für die angemessene Wasserrückführung
         
  • Bereich Schießstand
    • Angleichung Schießstandniveau
    • Anpassung Trainerareal gemäß internat. Vorgaben
    • Modernisierung Schießstandbeleuchtung
       
  • Infrastruktur
    • Bau und Integration eines neuen Rettungsweges (Höhe Thüringer Hütte)
    • Bau und erfolgreiche Inbetriebnahme eines zusätzlichen Buswendeplatzes (Höhe Skisport-HALLE) zur „Entzerrung“ des Zuschauerstromes bei Großevents

Die Modernisierung der LOTTO Thüringen ARENA am Rennsteig gilt als wichtige Basis, um den international gestiegenen Ansprüchen – nicht nur aus sportfachlicher Sicht – Rechnung zu tragen. Durch die Umsetzung von Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen (A+E) wurden Eingriffe in die Natur im Verhältnis von (mind.) 1:1 ausgeglichen. Sämtliche Maßnahmen erfolgten in entsprechender Abstimmung mit den zuständigen unteren und oberen Behörden.